Breslau
Breslau, an der Oder gelegen, gegründet vom böhmischen Fürst Wratislaw I (+ 911) wurde um 1000 n. Chr. Bischofssitz und Piastenresidenz. In das Land geholte deutsche Siedler im 13. Jhd von Herzog Heinrich I und der hl. Hedwig von Andechs schufen eine nach Magdeburger Recht gegründete, aufstrebende Stadt an der Handelsstrasse Via Regia, die quer durch Europa ging. Polens König Kasimir III verzichtetet 1335 auf Schlesien, das dann mit Breslau zu Böhmen gehörte, bis es im 18. Jhd von Preussen erobert wurde. Breslau wurde preuss. Provinzhauptstadt Schlesiens und entwickelte sich zu einem bedeutenden Zentrum für Handel, Handwerk und Industrie sowie Wissenschaft und Kunst. Bis Ende 1944 lebten fast 800.000 Einwohner in der Stadt, die dann Anfang 1945 zum Ende des zweiten Weltkrieges zur Festung erklärt wurde. Hunderttausende flohen vor den dreimonatigen Straßenkämpfen mit den vordringenden Russen. Zehntausende Zivilisten fanden den Tod, die Überlebenden gingen in Gefangenschaft oder wurden restlos vertrieben. Zu 80% war Breslau zerstört. Tausende kamen so nach Köln und es entstand, gefördert durch die Patenstadt Köln, 1952 ein kleines Museum mit Exponaten aus der alten Heimat, später auch aus Wroclaw.
Die Sammlung enthält Objekte zur Breslauer Stadtgeschichte, eingebettet in die Geschichte Schlesiens. Den Grundstock bilden Teile des Nachlasses von dem Breslauer Mundartdichter und Künstler Karl von Holtei.
Präsentiert werden Ansichten von Breslau auf Gemälden, sowie Gläser, Münzen und Medaillen. Auch ein Bibliothek mit vielen Werken schlesischer Literaten ist vorhanden.
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